Ein Haus wird mit Leben gefüllt: Die Nachsorgeklinik am Straussee ist eröffnet

Die Nachsorgeklinik am Straussee feierte im April 2026 ihre Eröffnung mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür. Ein Rückblick auf besondere Momente.

Mit einem Festakt am 24. April und einem Tag der offenen Tür am 25. April 2026 haben wir unsere offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten begangen. Für alle Beteiligten waren diese beiden Tage weit mehr als eine feierliche Eröffnung: Sie markierten den Abschluss einer langen Planungs- und Bauphase und zugleich den Beginn unserer eigentlichen Aufgabe – Familien in herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten und ihnen ein Zuhause auf Zeit zu geben.

Festakt mit bewegenden Reden

Den Auftakt der Eröffnungsfeierlichkeiten bildete ein Festakt mit zahlreichen Gästen aus der Politik, dem Gesundheitswesen und unserem Netzwerk. Gemeinsam würdigten sie die Entstehung der Nachsorgeklinik am Straussee und ihre Bedeutung für Familien, die nach einer schweren Erkrankung ihres Kindes Unterstützung auf dem Weg zurück in den Alltag benötigen.

„Ich wünsche dem Team der Nachsorgeklinik Strausberg von Herzen bestes Gelingen sowie Freude und Erfolg
bei der verantwortungsvollen Arbeit im Dienst der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden.“

René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg

Zu den Redner*innen gehörten unter anderem René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, Landrat Gernot Schmidt, Strausbergs langjährige Bürgermeisterin Elke Stadeler, Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Prof. Dr. Dähnert vom Herzzentrum Leipzig und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK), Martin Gorholt, Staatssekretär a. D. und Chef der Staatskanzlei Brandenburg a. D., sowie Vertreter*innen der Peter und Ingeborg Fritz Stiftung und, selbstredend, die Klinikleitung. In ihren Beiträgen wurde deutlich, welche wichtige Rolle die Familienorientierte Rehabilitation für betroffene Familien spielt und welche Versorgungslücke die Nachsorgeklinik am Straussee künftig schließen wird.

„Für die Familienorientierte Rehabilitation gibt es bundesweit fünf Einrichtungen, die dieses besondere Angebot bereithalten. Wir freuen uns, dass mit der Nachsorgeklinik am Straussee nun auch ein Angebot im Osten Deutschlands zur Verfügung steht.“

Brigitte Gross, Direktorin der Deutsche Rentenversicherung Bund

v.l.n.r.: Gernot Schmidt, Landrat Landkreis Märkisch Oderland mit Elke Stadeler, langjährige Bürgermeisterin der Stadt Strausberg, und Maurice Lindemann, Moderator des Festakts

v.l.n.r.: Martin Gorholt, Staatssekretär a. D. und Chef der Staatskanzlei Brandenburg a. D., mit Peter Fritz, Peter und Ingeborg Fritz-Stiftung, im Gespräch mit Moderator Maurice Lindemann

Prof. Dr. Ingo Dähnert vom Herzzentrum Leipzig und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK) mit Dr. Hendrik Spriestersbach, Ärztlicher Direktor der Nachsorgeklinik (im Hintergrund)

Ein symbolischer Staffelstab für die Zukunft

Ein hochemotionaler Moment der Eröffnung war die symbolische Staffelstab-Übergabe. Dr. Ines Konzag, die über viele Jahre das Gesicht der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg war und sich unermüdlich für herzkranke Kinder einsetzte, übergab den Stab an den Ärztlichen Direktor, Dr. Hendrik Spriestersbach.

70.000 Euro für die Forschung

Eine besondere Überraschung war die Ankündigung von Prof. Dr. Bernhard Schwaab, der als Vorstandsmitglied im Namen der Deutschen Herzstiftung eine Förderung in Höhe von 70.000 Euro für Forschungszwecke in der Nachsorgeklinik am Straussee bekannt gab.

Die Förderung soll dazu beitragen, die Familienorientierte Rehabilitation wissenschaftlich weiterzuentwickeln und wichtige Erkenntnisse für die Versorgung von Familien mit herzkranken Kindern zu gewinnen.

Segen für einen besonderen Ort

Der Strausberger Pfarrer Tilmann Kuhn segnete die zukünftige Arbeit all derer, die in der Klinik wirken werden, und überreichte ein Wandkreuz. Dieses wurde von der Geschäftsführung, Jan Dreher und Karsta Dietrich, zusammen mit Pastor Detlef Mucks-Büker und Oberin Constanze Schlecht vom Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e. V. in ökumenischer Verbundenheit entgegengenommen.

Bewegende Einblicke in das Leben betroffener Familien

Zu den eindrucksvollsten Momenten des Festakts gehörte das Gespräch mit einer Herzfamilie. Offen und bewegend berichtete die Familie von den Herausforderungen, die die schwere Erkrankung ihres Kindes für ihr Leben mit sich brachte.

Dabei wurde deutlich, dass eine Erkrankung nicht nur das Kind betrifft, sondern das gesamte Familiensystem. Die persönlichen Erfahrungen machten greifbar, warum das Angebot der Familienorientierte Rehabilitation so wichtig ist und weshalb Einrichtungen wie die Nachsorgeklinik am Straussee dringend benötigt werden. Für viele Gäste war dies einer der emotionalsten Momente des Tages – und eine eindrucksvolle Erinnerung daran, für wen dieser Ort geschaffen wurde.

Bundesweite Aufmerksamkeit für die Eröffnung

Die Eröffnung der Nachsorgeklinik stieß weit über die Region hinaus auf großes Interesse. Zahlreiche regionale und überregionale Medien berichteten über die neue Einrichtung und ihre besondere Aufgabe. Eine Auswahl der Berichte finden Sie auf unserer Presse-Seite.

Tag der offenen Tür mit zahlreichen Gästen

Am darauffolgenden Samstag öffnete die Nachsorgeklinik ihre Türen für die Öffentlichkeit. Zur Begrüßung der Gäste durch die Geschäftsführung, Jan Dreher und Karsta Dietrich, sorgte der Fanfarenzug des KSC Strausberg für einen mitreißenden Auftakt.

Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, unsere Einrichtung kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Bei Rundgängen durch ausgewählte Klinikbereiche konnten sie sehen, was in den vergangenen Monaten entstanden ist und in welchem Umfeld künftig Kinder, Jugendliche und ihre Familien ein Zuhause auf Zeit erhalten werden.

Insbesondere die geführten Klinikrundgänge mit unserem Ärztlichen Direktor, Dr. Hendrik Spriestersbach, stießen auf großes Interesse.

Familienorientierte Rehabilitation erlebbar gemacht

Der Tag der offenen Tür bot den Besucher*innen die Gelegenheit, mit Mitarbeitenden aus Medizin, Pflege, Therapie, Pädagogik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen. So erhielten sie Einblicke in die verschiedenen Fachbereiche und erfuhren, wie die unterschiedlichen Professionen zusammenarbeiten, um Familien während ihrer Rehabilitation bestmöglich zu begleiten.

Ein Fest für die ganze Familie

Für eine besondere Atmosphäre sorgte das vielfältige Rahmenprogramm. Die Freiwillige Feuerwehr Strausberg, die Bundespolizei Blumberg und das Deutsche Rote Kreuz Strausberg präsentierten ihre Arbeit und standen den Gästen für Fragen zur Verfügung.

Für Begeisterung sorgten außerdem die Auftritte des Tanztheaters Strausberg sowie der Cheerleading-Europameisterinnen von Passion of Dance. Und Clown Denny begeisterte große und kleine Gäste gleichermaßen und zauberte vielen Besucher*innen ein Lächeln ins Gesicht.

Mit Hüpfburg, Kinderkarussell und weiteren Mitmachangeboten wurde der Tag zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Unter dem Motto „Vom Acker auf den Teller“ sorgten regionale Gastronomiebetriebe aus Märkisch-Oderland für das leibliche Wohl der Gäste und unterstützten die Veranstaltung auf besondere Weise. Über die kulinarische Versorgung hinaus spendeten die beteiligten Betriebe einen Teil ihrer Einnahmen zugunsten der Nachsorgeklinik am Straussee. Dabei kam die beeindruckende Summe von 1.117,80 Euro zusammen. Dafür sagen wir von Herzen Danke.

Geschenke und besondere Gesten

Besonders berührt hat uns auch die Vielzahl an Geschenken zur Eröffnung. Wir danken dem Verein Uckermark gegen Leukämie e. V. (oben im Bild: Sandra Jahr mit unserem Freizeitcoach Falk Einert). Mit zahlreichen Sachspenden, darunter Spielzeug für unsere kleinen Rehabilitand*innen sowie ein Grill für gemeinsame Stunden im Außenbereich, hat der Verein dazu beigetragen, dass sich Familien in der Nachsorgeklinik vom ersten Tag an wohlfühlen können.

Auch darüber hinaus durften wir viel Unterstützung erfahren. Die Eheleute Aethner-Schreck gehören nun zu unseren Unterstützer*innen. Von Herzen Dankeschön!

Eine besondere Spendenübergabe fand am Rande der Veranstaltung statt. Schüler*innen des Rouanet-Gymnasiums Beeskow überreichten eine Spendensumme in Höhe von 2.500 Euro, die bei zwei Benefizkonzerten im Winter gesammelt worden war. Zusätzlich brachten sie zahlreiche liebevoll verpackte Sachspenden für unseren pädagogischen Bereich mit. Für dieses außergewöhnliche Engagement bedanken wir uns herzlich.

All diese Unterstützung zeigt, wie viele Menschen und Organisationen die Idee der Nachsorgeklinik am Straussee mittragen. Das berührt uns sehr.

Danke für die Unterstützung

Unser herzlicher Dank gilt allen Gästen, Unterstützer*innen, Partner*innen, Helfer*innen, Freund*innen und Mitarbeitenden, die zum Gelingen der Eröffnungsfeierlichkeiten beigetragen haben.

Ein besonderer Dank gilt Maurice Lindemann und dem Team von Lindemann’s für die professionelle Vorbereitung und Moderation unseres Festakts.

Nun richtet sich der Blick nach vorn: Mit dem Einzug der ersten Rehabilitand*innen am 28. April 2026 begann das, worauf wir so lange hingearbeitet haben. Wir freuen uns darauf, Familien während ihrer Rehabilitation zu begleiten und ihnen in der Nachsorgeklinik am Straussee einen Ort der Erholung, Stabilisierung und Zuversicht zu bieten.

Das Nachsorgeklinik-Team mit der Geschäftsführung Jan Dreher und Karsta Dietrich auf dem Festakt zur Eröffnung

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